St. Johannisgill

An dieser Stelle sei unseren Gildebrüdern Christian Theede, Carl-Detlef Matthiensen und Peter Jacobsen ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Sie haben diesen Text, welcher auch auf ihrer Homepage (www.johannisgilde.com) veröffentlicht ist, verfasst.

St. Johannis Toten- und Schützengilde v. 1192

Die St. Johannis Toten- und Schützengilde von 1192 e.V. ist ein eingetragener Verein in Oldenburg/Holstein. Hervorgegangen aus der Katharinengilde, die bereits anno 1192 als Kalandsbruderschaft in Oldenburg/H. gegründet wurde, ist sie die älteste Gilde der Welt!

 

Alljährlich um Johanni (24. Juni) feiert die Gilde ihre „Tage der Rosen". Im traditionellen schwarzen Anzug mit Zylinder, Handstock und roten Rosen an Revers und Zylinder ziehen die mehr als 600 männlichen Mitglieder durch die Stadt Oldenburg/H. und schießen mit großkalibrigen Gewehren auf den mehr als drei Zentner schweren Gildevogel.

 

Darüber hinaus ist die Gilde durch ihre jahrhundertealte Satzung „verpflichtet", alljährlich zu „Fastlabend" einen Ball abzuhalten. Eine Pflicht, die von den Gildebrüdern und Schwestern immer wieder gern erfüllt wird.

Kontinuität durch Wandel

„De groot Gill", wie die Johannisgilde oft genannt wird, zeichnet sich durch besondere Demokratie aus. Ein deutlicher Hinweis darauf ist die seit Jahrhunderten gültige, jährliche Übergabe des Ältermann-Amtes. Um Ältermann zu werden, muß ein Gildebruder sich zunächst die Sporen als Schaffer verdienen. Jeder Gildebruder kann sich auf der Schlussversammlung des Gildefestes am Mittwoch zum Schaffer wählen lassen. Er übt dieses Amt dann für zwei Jahre aus.

 

In seinem ersten Jahr dient er der Gilde als „Bierschaffer", in dem er mit seinen zwei Kollegen gegen den Durst der Gildebrüder im Gildelokal kämpft. Der „Schafferstand" hält Gildebier, eine besondere Mischung auf Malzbierbasis mit einem kräftigen Schuß Ingwerpulver oben auf, und Köm bereit. Im zweiten Jahr rücken die Bierschaffer in das Amt der „Ladeschaffer" auf, die (bereits etwas gemächlicher) „nur" den Vorstand mit gutem Wein zu versorgen haben.

 

Nach ein paar Jahren sind die ehemaligen Schaffer dann an der Reihe, Ältermann zu werden. Der dritte Ältermann (drütt Öllst; von hier nichtgenannten Gildebrüdern auch gern „Azubi-Öllst" genannt) ist die erste Führungsposition, die der Gildebruder dann einnimmt. Ein Jahr später rückt er auf den Posten des zweiten Ältermannes (tweet Öllst) vor. Dieser ist oberster Herr über das Schießen. Ein weiteres Jahr später übernimmt der glückliche dann die Führung der „Groot Gill" als erster Ältermann (ierst Öllst).

 

So hat die Gilde in jedem Jahr drei andere Bierschaffer, drei andere Weinschaffer und wird von drei anderen Ältermännern geführt. Der kontinuierliche Wandel sorgt dafür, dass niemand in der Lage ist, der Gilde einen zu individuellen Stempel aufzudrücken, und trägt damit, so paradox es klingen mag, zur Erhaltung der jahrhundertealten Tradition bei.

 

Natürlich stehen die Altvordersten, die ehemaligen Älterleute, den nachfolgenden Vorständen mit Rat und Tat zur Seite. Sie führen beispielsweise als Kapitäne drei Jahre lang die Kompanien der Gilde beim großen Umzug durch Oldenburg. Aus der Riege der Kapitäne rekrutiert sich dann auch der Major, der die gesamte Gilde auf den Umzügen an Montag und Dienstag der „Tage der Rosen" führt. (Ganz vorn marschiert allerdings keiner der „hohen Herren", sondern der Löffelbrett-Träger. Siehe „Schießen")

Uns 68.Gill-Johr-Termine

18.06.2018 - Gillmaandag

19.06.2018 - Gilldingsdag

ca. 20:00 Uhr Königsschuß

alles weitere im Festprogramm

16.06.2018 - 09:00/30 Uhr

Zelt aufladen/-transportieren

Grillen bei Carsten

Zelt aufbauen/ Kaffeetrinken

27.05.2018 -

10 Uhr Frühschoppen bei unserem Zeltwart Klaus

16 Uhr Pfingstversammlung im Schüttenhoff

28.04.2018 - 18:30 Uhr unsere 

68. Zeltversammlung im 

Mo´drückers